Alexander Kauz – Bewerbung für DIE LINKE- Bundestagskandidatur im Wahlkreis 283 Emmendingen – Lahr.

01. Oktober 2016  Bundestagswahl 2017, Meldungen

Liebe Leser*innen,

mit diesem Bewerbungs-Brief an meine Genoss*innen im Wahlkreis möchte ich auch für Sie mit Blick auf die Wahl im September 2017 einen ersten Aufschlag machen. Im Wahlkampf wird mir sehr wichtig sein, zuzuhören um noch besser Ihre Realität zu erfassen. In Berlin werde ich Vertreter von menschen und nicht Interessen sein.

Bitte unterstützen Sie mich dabei.

Liebe Genossinnen und liebe Genossen,

für die nächsten Bundestagswahlen im September 2017 möchte ich mich bei Euch als Kandidat im Wahlkreis 283 Emmendingen/ Lahr bewerben und um Eure Unterstützung bitten.

Die deutsche Gesellschaft ist wie noch nie in ihrer Geschichte gespalten und befindet sich in einer unerträglichen sozialen Schieflage. Die vor 34 Jahren unter Bundeskanzler Kohl begonnene neoliberale Wende hat sich nachfolgend unter der SPD-Grünen Bundesregierung und der heutigen CDU-SPD Bundesregierung zu einer nicht übersehbaren Gefährdung der demokratischen Grundordnung entwickelt. Eine einseitige Orientierung der Regierungen auf die Interessen des obersten 1 Prozents der Bevölkerung hat einen zunehmenden Anteil der Bürger*innen von der Politik enttäuscht. Sie fühlen sich nicht mehr repräsentiert.

Vorhandene Armut und Perspektivlosigkeit werden tabuisiert und ausgeblendet. Doch was tun die herrschenden Eliten und die sie fördernden Regierungen? Sie beten die Dinge schön und nehmen gleichzeitig verwundert zur Kenntnis, dass sich immer mehr BürgerInnen enttäuscht von der Politik abwenden bzw. sich rechtspopulistischen und faschistischen Parteien zu wenden. Das muss dringend umgekehrt werden. Mit einer klaren Strategie und einer guten (Wahl)Kampagne der LINKEN ist das machbar.

Als Euer Kandidat DER LINKEN möchte ich meinen Beitrag zur politischen Umkehr in eine sozial gerechtere Politik leisten. In breiten Bündnissen kann die politische Linke die politische Hegemonie fortschrittlicher Kräfte zurückzugewinnen, damit die Welt, Europa und Deutschland wieder zu einem Ort wird, an welchem Solidarität zwischen Menschen, Nationen und Kulturen weit vor Reichtum und immer unerträglicheren Renditeerwartungen steht. Wir LINKE müssen vor Ort die Themen setzen, welche die anderen Parteien aussitzen bzw. auf Demagogie setzen. Mit klaren Positionen können wir abhängig Beschäftigte und Menschen, die auf ALG-II oder SGB Leistungen angewiesen sind, zurückgewinnen. Wer denn anders als DIE LINKE trägt der Tatsache Rechnung, dass sie existieren, dass sie leben, dass sie etwas denken und wollen?

Die Überwindung des Finanzkapitalismus gelingt nicht in einer Legislaturperiode, sondern wird Jahrzehnte dauern. Das müssen wir den Menschen ehrlich sagen und ihnen gleichzeitig Mut machen, für einst erreichten soziale Rechte und Sicherheiten zu kämpfen.

Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerungen, Arbeitsverdichtung, die Rücknahme von Arbeitnehmerrechten, Rentenkürzungen und Hartz IV sind die prägenden Stichworte im Alltagsbewusstsein der BürgerInnen. Rechtspopulisten greifen damit verbundene Ängste auf, machen schutzbedürftigen Flüchtlinge zu Sündenböcken und machen diese verantwortlich für die soziale Schieflage. Bürgerliche Parteien und Rechtspopulisten verkleistern unisono die in der Grundstruktur des Kapitalismus liegenden Ursachen. Glasklar haben dagegen zu setzen; die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte und die Würde jedes Einzelnen sind nicht verhandelbar.

Als LINKE können wir den Menschen aber Mut machen, sich aus der erdrückenden Umklammerung des Neoliberalismus und Finanzkapitalismus zu befreien. Fangen wir im anstehenden Wahlkampf damit an und zeigen wir motiviert, was DIE LINKE möchte. Dazu lade ich Euch als Euer Kandidat ein.

Bei der Landtagswahl gelang es mir zusammen mit einem kleinen engagierten Team aus GenossInnen und uns nahestehenden politischen Freunden in Ansätzen, die notwendige Umkehr von der herrschenden Politik deutlich zu machen. Dies können wir gemeinsam noch spürbar verbessern und das Ergebnis für DIE LINKE im Wahlkreis noch steigern. Unerlässlich ist dabei, dass wir den BürgerInnen zuhören, auf deren Alltagserfahrungen eingehen und vermitteln, dass es sich langfristig lohnt, mit DER LINKEN zu gehen.

Regieren oder aus der Opposition heraus verändern?

Die Linke hat den Nimbus einer Protestpartei verloren, ja sie ist im politischen System etabliert. Dies ist unser gemeinsamer Erfolg, denn man hat uns anfänglich keine 5 Jahre gegeben. Heute stellen wir einen Ministerpräsidenten und machen in Landtagen und Bundestag gute Oppositionsarbeit. Nach wie vor grundsätzlich gegen uns eingestellte Medien verschweigen das und berichten wenn, dann negativ.

Die Regierungsfrage stellt sich am Tag nach der Wahl. Bis dahin haben wir einen eigenständigen Wahlkampf mit alltagstauglichen und verständlichen Positionen zu machen. Sicher erwarten ein Teil unserer Wähler*innen eine Abkehr von der jetzigen großen Koalition und bauen auf eine R2G Bundesregierung. Ob daraus etwas wird, entscheiden aber auch SPD und Grüne, indem sie eine Abkehr vom Neoliberalismus vollziehen?

Stimmen nach der Wahl die Bedingungen für die Überwindung der negativen Auswüchse des Neoliberalismus in nachvollziehbaren Schritten, dann wäre es töricht dies nicht zu unterstützen.

Wenn die Reichsten in Deutschland zur steuerlichen Verantwortung gezogen werden und im ersten Schritt das Hartz-IV System abgeschafft und Armutsrenten durch eine würdige Mindestsicherung ersetzt werden, kann ich mir eine solche politische Kombination vorstellen. Dann gilt es unser Rentensystem auf wieder tragfähige Beine zu stellen (Bürgerversicherung) und das Gesundheitssystem wieder durch Krankenkassenbeiträge in gleicher Höhe durch Beschäftigte und Arbeitgeber zu finanzieren.

Machen die potentiellen Partner aber die Zustimmung DER LINKEN zu Militäreinsätzen im Ausland zur Grundlage, müssen wir den Menschen sagen: „SPD und Grünen sind Krieg wichtiger als ein würdiges auf Solidarität begründetes Zusammenleben. Sie wollen keine sozialen Reformen, sondern orientieren sich weiter an den Interessen des Finanzmarktkapitalismus. Dann ist der Platz der LINKEN weiterhin in der Opposition!“

Bei den Bundestagswahlen seit 2005 traten unsere Kandidaten ohne Landeslistenplatz zur Wahl an. Dies möchte ich diesmal ändern. Kandidaten mit einem Landeslistenplatz bieten den WählerInnen eine bessere Perspektive, dass Ihre Stimme nicht verloren ist. Aus diesem Grunde strebe ich einen Landeslistenplatz ab Platz sechs an.

Dafür bitte ich um Eure Unterstützung einen gemeinsamen tollen Wahlkampf. Die LINKE muss in jedem Dorf und jeder Ecke im Wahlkreise 283 wahrnehmbar und sichtbar werden.

Solidarische und sozialistische Grüße

Alexander Kauz, dem 1.Oktober 2016

Politischer Werdegang:

Bis 2005:

  • Als Auszubildender und Student in verschiedenen linken-sozialistischen Zusammenhängen organsiert und engagiert in der Friedensbewegung gegen den Nato Doppelbeschluss und gegen Rüstungsexporte
  • 1985 bis 1999 Mitglied der Grünen – Austritt wegen der zunehmend unsozialen Politik – Agenda 2010 und der Zustimmung zu Kriegseinsätzen.

DIE LINKE:

  • Eintritt am 5.06.2005 in die PDS und somit in einer der Quellparteien der heutigen Linkspartei
  • Seit 2007 bis heute: mit Unterbrechung (2010 bis 2012) Mitglied im Kreisvorstand Emmendingen
  • Unterstützer des LAK und der BAG „Betrieb und Gewerkschaft“
  • Seit 2012 Delegierter des Landesverbandes im Bundesausschuss (BA) und seit 2016 Mitglied im BA Präsidium
  • Seit 2016 Mitglied im erweiterten Landesvorstandes

Sonstiges:

  • Seit 1989 Mitglied bei der VVN – Bund der Antifaschisten
  • Seit 1992 Mitglied bei der IG Metall
  • Vorsitzender des DGB Ortsverbandes Waldkirch-Elztal und Umgebung

Zur Person:

  • Geboren 1958 in Freiburg
  • Seit über 20 Jahren in fester Partnerschaft lebend – zwei Söhne
  • Maschinenbauingenieur, als Konstrukteur in einem zum taiwanesischen Delta Elektronikkonzern gehörenden Unternehmen in Teningen (früher Frako), seit 2002 Betriebsrat und seit 2012 Betriebsratsvorsitzender
  • Hobby: Berge – Wandern, Hoch- und Skitouren; Joggen und Radfahren; Reisen – andere Länder und Kulturen; Lesen vom Krimsi bis hin zu politischen Büchern

 


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